Zur ersten Wanderung im Jahr 2026 trafen sich die Wanderinnen und Wanderer der SKG-Gräfenhausen am Sonntag, 18. Januar, um 12:00 Uhr am Bürgerhaus in Gräfenhausen. Nach der Begrüßung durch den Abteilungsleiter Volker Kahl übernahm der Wanderführer Walter Gottschall und gab einen kurzen Überblick über den heutigen Wanderverlauf.
Bei gutem Winterwetter führte der Weg der 40 Wandernden durch die Schlossgasse und Taunusstraße zur Wixhäuser Straße, es ging weiter über die Brücke der A5 in Richtung Wixhausen. Weiter führte der Weg auf dem Münchweg, gleich hinter dem Möbellager von Segmüller bog die Wandergruppe ab in Richtung Osten und erreichte nach 50 Minuten Gehzeit den Rotböll am Ostrand der Gemarkung Gräfenhausen. Ein flächenhaftes Naturdenkmal mit den zwei Teilflächen „Großer und Kleiner Rotböll“.
Die späteiszeitliche Flugdüne wurde in der Vergangenheit durch Sandabbau und Beackerung fast vernichtet. Die Gesamtfläche beträgt 4,233 Hektar. Die Düne liegt auf einer Meereshöhe von 113 bis 118 Meter. Der Name Rotböhl bedeutet „gerodeter Hügel“. Der Rotböhl wurde bereits 1610 als Weinberg urkundlich erwähnt. Im Ersten Weltkrieg diente die Düne als militärisches Übungsgelände. Von 1933 bis 1935 wurden für den Bau der Reichsautobahn 135.000 Kubikmeter Sand von der Nordseite abgetragen.
Weiter führte der Weg an der Düne entlang zum Ohlenbach. Der Ohlenbach, ist ein gut 3 km langer Bach, er entspringt am Nordrand von Arheilgen. Er unterquert dann zunächst die Bahnstrecke Frankfurt am Main–Heidelberg und anschließend die B 3. Westlich der B 3 fließt er danach nördlich des Gewerbegebiets von Arheilgen durch die Felder der Flur An der Hasselwiese am Modellflugplatz Arheilgen vorbei.
Nördlich des kleinen Naturschutzgebietes „Kleewoog“ passiert der Bach die Grenze von Darmstadt nach Weiterstadt, läuft dann innerhalb der Gemarkung von Gräfenhausen westwärts durch dichtes Gehölz und fließt kurz danach nördlich der Flur Kappesäcker und südlich der unter Naturschutz stehenden Binnendüne „Rotböhl“ in ein Rückhaltebecken. Hier machte die Wandergruppe eine Pause, Wanderführer Walter Gottschall gab hier einen Überblick über den Verlauf des Ohlenbach.
Anschließend führte der Weg entlang des Ohlengraben bis zum Möchweg, nach der Überquerung der A5 über die Bauernbrücke führte der Weg direkt entlang der Autobahn bis an das östliche Industriegebiet von Gräfenhausen. Über die Querung der Taunusstraße, Ostendstraße ging es auf der Gartenstraße zur Heinrich-Bengel-Anlage, hier ist der Ohlenbach auf ca. 100 Metern gut zu sehen.
Nachdem die Wandergruppe nochmals eine kleine Pause machte, führte der Weg über den Niedergartenweg und Friedhofsweg zur Fleischmühle, besser bekannt als Nickelsmühle. Hier zwischen Gräfenhausen und Schneppenhausen mündet der Ohlenbach in den Mühlbach. Jetzt noch ein kurzes Stück eines Kilometers und der Abschluss der Wanderung war erreicht. Die Wanderfamilie Poth hatte eingeladen, zu guten und heißen Suppen sowie zu Kaffee und Kuchen.
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